Lithium

Ein Beitrag von Dr. Sonja Dreymann

Mensch und Tier / Funktionen

Lithium ist das erste Alkali-Metall im Periodensystem der Elemente (Ordnungszahl 3). Es kommt nicht elementarer Form vor. Viele Lithium-Verbindungen gelten als gesundheitsschädlich. Im Gegensatz zu älteren Veröffentlichungen (wie in Wikipedia) zählt Lithium zu den lebensnotwendigen Elementen.

Die regelmäßige Aufnahme des Spurenelements kann die Lebenserwartung deutlich verlängern, wie neue Forschungen aus Deutschland und Japan beweisen. Die Wirkung des Alkalimetalls wurde an dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans untersucht, der zu den Modelltieren für Anti-Aging-Experimente zählt. Bereits bei geringen Konzentrationen hat Lithium zu einer Lebensverlängerung geführt. Zur Überprüfung beim Menschen wurden Studien in acht japanischen Stadtregionen herangezogen, deren Trinkwasser unterschiedliche Lithium-Konzentrationen aufweisen. Auch dort bestätigte sich ein Zusammenhang zwischen der Lebenserwartung und der Anwesenheit von Lithium im Trinkwasser.

Lithium wird in erster Linie als Psychopharmaka eingesetzt, u.a. zur Behandlung von Depressionen oder der Bipolaren Störung (Schwankungen zwischen Depressionen und Euphorie). Eindeutig ist suizidverhütende Wirkung nachgewiesen. Auf Tiere wirkt Lithium lethargisch bzw. beruhigend bei Stresssituationen.

Lithiumsalze machen nicht abhängig; allerdings sollten Überdosierungen vermieden werden, da es sonst leicht zu Vergiftungen kommen kann.

Pflanze und Boden

In mineralreichen Böden schwanken die Lithium-Gehalte zwischen 8 und 400 ppm. In kalifornischen Böden liegen die Gehalte zwischen 0.1 und 0.9 ppm; in indischen Salzböden zwischen 0.4 und 2.5 ppm. Experimente mit hohen Lithium-Konzentrationen (50 µg je ccm) führten zu Sprossstauchungen, zu nekrotischen Flecken sowie zu einer verringerten Blattfläche bei Sonnenblumen. Sonnenblumen akkumulieren mehr Lithium als Mais. Nach älteren Veröffentlichungen reagieren Sojabohnen und Avocados empfindlicher auf Lithium-Überschüsse als Rote Bete und Mais. Nach neueren Untersuchungen aus Neuseeland wird Lithium vor allem in den älteren Blättern eingelagert, jedoch kaum in den Samen und den Früchten. Die höchsten Konzentrationen wurden in Deutschem Weidelgras nachgewiesen. Auch in Zuckerrüben und Spinat wird mehr Lithium aufgenommen als in Getreide und Obstkulturen. Geplant sind Untersuchungen rund um Fabriken, in denen Lithium verarbeitet wird.

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Dr. Sonja Dreymann

Ich habe das Unternehmen Dreymann-Agrar 2015 gegründet mit dem Ziel, für die Landwirtschaft eine unabhängige Fachberatung zum Boden anzubieten. Mit den Bodenkursen unterstütze ich Landwirte und die weiteren landwirtschaftlichen Akteure (Beratungsvereine, Verbände etc.) im Norddeutschen Raum, sich mit einem neuen Blickwinkel der Bodenbewirtschaftung zu widmen und neue Methoden und Lösungsansätze anzuwenden.