Andere Elemente

Ein Beitrag von Dr. Sonja Dreymann

Pflanze und Boden

Die Liste der nützlichen Elemente ist möglicherweise noch viel umfangreicher. In der chinesischen Landwirtschaft ist der Einsatz der beiden seltenen Erden Lanthanum und Cerium populär. Sie werden in großem Umfang zur Blattbehandlung und Saatgutbeizung eingesetzt. Die dabei eingesetzten Mengen entsprechen denen der anderen Mikronährstoffe. Es gibt einige Berichte über besseres Pflanzenwachstum und höhere Erträge. Neuere Veröffentlichungen widersprechen dem; danach haben Konzentrationen über mehr als 0.2 µmol eher negative Effekte.

Ferner werden dem Aluminium wachstumsfördernde Effekte nachgesagt, aber bislang nur bei drei Arten und zwar beim Tee, bei der in China beheimateten Gesägten Eiche (lat. Quercus serrata) und bei den Südostasien vorkommenden Schwarzmundgewächsen (lat.: Melastoma spp.). Der Tee verträgt hohe Aluminium-Konzentrationen. In vielen Fällen ist der positive Effekt auf die Senkung der Toxizität in Böden mit hohen P-; Fe-, Zn- und Cu-Konzentrationen zurückzuführen. Es wird aber auch über höhere Aktivitäten bei zwei wichtigen Enzymen berichtet. Bei der Gesägten Eiche wurde eine gesteigerte Wurzelaktivität festgestellt.

Mensch und Tier

Lanthan wird in China auch als Hilfsstoff in der Tierernährung eingesetzt. Es soll auch eine antibiotische Wirkung besitzen. Die Liste nützlicher Elemente ist hier noch länger. Laut einer Liste aus dem Buch von Brian Clement mit dem Titel „Wunderlebensmittel“ zählen dazu noch Erbium, Europium, Gadolinium, Gold, Hafnium, Holmium, Indium, Iridium, Lutetium, Niob, Osmium, Palladium, Praseodymium, Rhenium, Ruthenium, Samarium, Tantal und Zirkon. In dem Buch werden auch die angebliche Wirkung und die Pflanzen mit einem höheren Gehalt an diesen Elementen vorgestellt. Die Liste des irischen Kräuterkundlers Dr. Tom O’Brien enthält noch Antimon, Barium, Brom, Cadmium, Cäsium, Deuterium, Dysprosium, Platin, Silber, Strontium, Wismut, Wolfram und Zinn. Wissenschaftliche Untersuchungen liegen in der Regel nicht vor. Grundsätzlich dominieren aber bei den meisten dieser Elemente die toxischen Wirkungen; außerdem sind einige Elemente für die Verursachung von Umweltproblemen bekannt. Über die Grenzwerte ist mir nichts bekannt.

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Dr. Sonja Dreymann

Ich habe das Unternehmen Dreymann-Agrar 2015 gegründet mit dem Ziel, für die Landwirtschaft eine unabhängige Fachberatung zum Boden anzubieten. Mit den Bodenkursen unterstütze ich Landwirte und die weiteren landwirtschaftlichen Akteure (Beratungsvereine, Verbände etc.) im Norddeutschen Raum, sich mit einem neuen Blickwinkel der Bodenbewirtschaftung zu widmen und neue Methoden und Lösungsansätze anzuwenden.